angst-beim-reiten-und-vor-dem-pferd

Tabuthema: ANGST vor seinem Pferd und dem Reiten – Teil 4

In diesem Beitrag befasst sich die liebe Gastbloggerin Alexandra Pötscher mit dem Thema „Angst vor dem Reiten und vor dem Pferd“. Dieser Artikel ist der vierte Teil dieser Serie.


Warum Du Angst und Panik stoppen musst und es nur Du selbst in der Hand hast dies zu tun – damit befassen wir uns heute!

Ständige Angstzustände und Panikanfälle sind anstrengend. Das Allerschlimmste: Sie sind ein negatives Training für dein Gehirn. In der Kernspintomografie sieht man, dass die Gehirnareale für Angst und Panik immer größer und aktiver werden. Das Ergebnis: Irgendwann sitzt du als zitterndes Häufchen Elend da und kannst dich selber nicht mehr leiden vor lauter Angst. Du denkst, jetzt kann nur noch ein Wunder helfen oder wenigstens ein Doktor oder Tabletten? Nah ja vielleicht hilf es begleitend, aber nur DU SELBST hast das Zeug zum Wunderdoktor, dich aus dieser Negativspirale wieder rauszuziehen!

Wer meine BLOGS eifrig verfolgt, wird immer wieder mit dem Thema konfrontiert, dass uns, unsere Pferde spiegeln! Jede Form von arglistiger Täuschung ist der Natur der Pferde in ihrem Wesen absolut fremd. Heimtücke und widersprüchliche Handlungsweisen sind rein menschliche Eigenschaften!
Pferde spiegeln dich rein körperlich, als auch emotional (wie schon so oft wiederholt) – wer das verstanden hat, hat in der hohen Reitkunst das wichtigste Fach erkannt und kann dies gekonnt einsetzen für eine harmonische Pferd-Mensch Beziehung.

Ein kleiner Ausflug in die Körpersprache und Hilfestellung für mehr Körperbewusstsein im Umgang mit deinem Pferd – das tust du unbewusst, wenn du dich ängstlich deinem Pferd näherst:

  • Die Schultern hängen nach vorne, du machst dich damit klein
  • Im ganzen Körper herrscht pure Anspannung, die man regelrecht sehen kann
  • Dein Gangbild ist verhalten und meist arrhythmisch
  • Atmung und Bewegungsabläufe wirken hektisch
Tabuthema Angst vor seinem Pferd und dem Reiten

Ich lade dich nun zu einer kleinen Übung ein, um gegen zu steuern:

  • Stelle dich breitbeinig und schulterbreit hin
  • Aufrechte Haltung, Bauch rein, Brust raus, Kopf hoch
  • Mundwinkel nach oben zu einem Lächeln
  • Arme weit nach oben

Nun versuche in dieser Haltung und Position an etwas Schlimmes oder Trauriges zu denken und dich dabei richtig elend zu fühlen. Schwierig oder?
In dieser „König der Welt“ Pose funktioniert: „Haltung wird zu Gedanke“. Dies sollten wir uns zunutze machen!

Fühlst du dich zum Beispiel unsicher beim Führen deines Pferdes? Straffe deine Schultern, richte dich bewusst auf, atme tief und ruhig durch (vielleicht summst du im Kopf dein Lieblingslied) – du wirst dich schon mutiger und besser fühlen. Indem du mit deinem Körper eine selbstbewusste Haltung einnimmst, folgen dir deine positiven Gedanken fast von alleine.

Tabuthema Angst vor seinem Pferd und dem Reiten

Auch beim Reiten ist es mehr als hilfreich, die eigene Körpersprache steuern zu können. Spürst du beispielsweise, wie die Angst hochkommt und deine Muskeln sich anspannen – halte an, atme tief ein und aus (2x), sollte das Pferd ruhig stehen bleiben, kurz die Fußspitzen und Schultern kreisen (damit wirkst du deinem „Angstklammeräffchen“ entgegen).
Diese Techniken funktioniert allerdings nicht bei hochgradigen Phobien oder schwere, krankhaften Traumas. Dies, wie in den voran gegangen BLOG`s erwähnt, bitte von einem Arzt behandeln lassen.

Empfehlenswert sind auch DVD´s mit Yoga, Tai-Chi, Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung oder Qi Gong. Hier lernst du ruhige Bewegungsabläufe, Muskelentspannungen und Atemtechniken, die deine Selbstwahrnehmung und damit dein Selbstbewusstsein stärken. Durch diese neue Körper-Geist-Verbindung wirst du einen besseren Draht zu deinem Pferd finden.

Wie auch schon so oft erwähnt leben Pferde im HIER und JETZT. Aus diesem Grund solltest du dies auch tun.  Wenn du dein Pferd putzt und sattelst, dann sei in den Gedanken im HIER und JETZT bei deinem Pferd und nicht in Gedanken schon bei Reitlektionen. Wenn du dein Pferd absattelst, dann sei in Gedanken im HIER und JETZT und geh nicht im Kopf schon den Einkauf durch den du beim Heimfahren noch erledigen willst oder was du am Abend essen magst. Ein Pferd spürt, dass du abwesend bist und findet dies unhöflich. Wir verlangen auch vom Pferd 100% Aufmerksamkeit und Leistung. Dann darf Pferd dies auch von Menschen fordern.

Viele schlurfen gedankenlos auf ihr Handy starrend zum Reitplatz und schleifen ihr Pferd hinter sich nach oder viele Reiter checken beim warmreiten oder abreiten ihre Handynachrichten, weil dies für sie verlorene Zeit ist. Dabei ist mindestens 15min. warmreiten und mindestens 15min. abreiten einer der wichtigsten Lektionen von der gemeinsamen Reitstunde. Was viele unterschätzen.

Wenn du willst, dass dein Pferd auf dich achtet und ihr eine tolle Verbindung habt, musst du vom betreten im Stall bis du wieder im Auto sitzt – in der Zeit wo du mit deinem Pferd bistzu 100% bei ihm im HIER und JETZT sein. Wenn du möchtest, dass dein Pferd fein auf deine Hilfen reagiert und motiviert mitarbeitet, solltest du deinem Pferd den nötigen Respekt erweisen, den auch du dir erwartest. Das geht nur, wenn wir uns in Achtsamkeit üben und im Jetzt bleiben. Nur dann erlangst du Bewusstheit über deine Gefühle und das, was in dir liegt und nur dann braucht ein Pferd dir nicht zu offenbaren, dass du inkongruent bist. Dann muss dein Pferd nicht mehr so extrem spiegeln, dass du endlich verstehst.

! VERÄNDERST DU DICH –VERÄNDERT SICH DEIN PFERD!

Ich hoffe, ich habe heute wieder ein wenig mehr Klarheit in deine Situation gebracht und diese zweite Übung hilft dir zu einem nächsten Schritt, aus Deinen Ängsten!

Nutze die momentane, entschleunigte Zeit zu Hause, mehr an dir zu arbeiten, an deiner Atmung, an deiner Körperhaltung als auch Körperspannungen (Progressive Muskelentspannung).

In Teil 5 im Mai erfährst Du mehr über einen weiteren Weg aus Deiner Angst!

Gutes Gelingen und gesund bleiben,

Eure Alexandra


Vielen Dank für deinen Beitrag, liebe Alexandra!

Ihr wollt mehr über Alexandra erfahren? Folgt Ihr auf Instagram oder Facebook! Mit einem Klick auf den Link werdet ihr zum lebenswert_pmh Instagram Account @lebenswert_pmh oder zum Facebook Account @LebenswertPMH weitergeleitet.


PS: Wenn du auch deinen Blogbeitrag auf CouponMyHorse veröffentlichen möchtest, kontaktiere uns per Mail, über Instagram oder Facebook! Wir freuen uns auf deine Nachricht!


Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

couponmyhorse

Schreibe einen Kommentar!