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Mein erstes eigenes Pferd [Checkliste]

Hallo an alle Pferdemädels und natürlich auch -jungs. Ich habe die Ehre hier heute einen Blogbeitrag verfassen zu dürfen. Erstmal ein paar kurze Worte zu mir:

Ich bin die Feli und ich bin 24 Jahre alt. Geboren, aufgewachsen und auch jetzt immer noch im wunderschönen Dresden lebend. Ein Pferd darf ich auch mein Eigen nennen und zwar die noch 5-jährige Noriker Stute Juna die seit 2017 offiziell fest zu meinem Leben gehört.

So und nun fangen wir mal langsam mit meinem heutigen Thema an. Ich habe mir überlegt dass ich mal einen Beitrag zum ersten eigenen Pferd verfasse. Ich selbst habe diesen Schritt ja auch gewagt und bin froh dies gemacht zu haben.

1. Ankaufsuntersuchung (AKU) – ja oder nein?

Natürlich sollte so ein großer Schritt genau überlegt werden und man sollte nicht mal einfach so sagen: „Oh, ich kaufe mir heute mal einfach so ein Pferd.“ Ihr müsst wissen, dass ich Juna damals schon als Pflegebeteiligung hatte und sie selbst ausgebildet habe. Als die Besitzerin dann zu mir kam und sagte, dass sie Juna verkaufen möchte musste ich relativ schnell eine Entscheidung treffen. Da ich das Pferd kannte und wusste, dass sie keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen hat, habe ich keine Ankaufsuntersuchung (AKU) vornehmen lassen. Falls ihr mit dem Gedanken spielt euch ein Pferd zu kaufen, würde ich aber auf jeden Fall eine machen lassen. Es gibt leider einige schwarze Schafe die das Pferd zum Probereiten entsprechend aufputschen damit die eigentlichen Probleme des Pferdes nicht zum Vorschein kommen. Deshalb ganz wichtig egal wie großartig ihr das Pferd im ersten Moment findet. Holt einen Tierarzt und lasst das Pferd auf Herz und Nieren testen.

2. Traumpferd finden?!

Bevor ihr euch natürlich ein Pferd kauft, müsst Ihr euch auch erstmal überlegen was denn so euer Traum von Pferd wäre. Zum Beispiel: Rasse, Alter, Ausbildungsstand, Fellfarbe? Ehrlicherweise habe ich aber oft mitbekommen, dass diese Vorstellung meistens am Ende nicht so wirklich funktioniert.

  • Ich wollte damals eine Stute, 3-5 Jahre, unausgebildet, dunkelbraun, Warmblut.
  • Am Ende ist es eine Stute, 4 Jahre, von mir selbst ausgebildet, Fuchs, Kaltblut geworden.

Na gut, ein paar Punkte stimmen überein, aber ich sage immer, man merkt eigentlich sehr schnell ob es das „Traumpferd“ ist oder ob man lieber noch weitersuchen sollte. Denn für mich kommt es hauptsächlich auf den Charakter an denn der muss passen. Wie sagt man immer so schön: „Auf Papieren kann man nicht reiten.“ ? Und da stimme ich auch zu 100% zu. Ich bin aber auch kein Turnierreiter der jetzt ein Pferd für 20.000 € kaufen würde. Wobei ich auch hier der Meinung bin, dass jeder sich das Pferd kaufen sollte was zu ihm passt und nicht was er von irgendjemanden auf gequatscht bekommt.

3. Wieviel kostet ein eigenes Pferd?

Ansonsten sollte man auch wissen das ein Pferd natürlich nicht nur seinen Kaufpreis kostet (Aber ich denke das wisst Ihr ja alle). Zu den laufenden Kosten gehören u.a. Stallmiete, Futter, Hufschmied, Tierarzt (Impfungen), Versicherung.

Persönlich bin ich immer ein Freund von genauen Aufstellungen. Ihr solltet euch genau notieren wie viel ihr im Monat neben allen laufenden Kosten für das Pferd zur Verfügung habt. Wenn der Betrag relativ gering ausfällt, dann würde ich persönlich von dem Kauf eines Pferdes abraten. Denn es kann immer etwas passieren und wenn das der Fall ist kann es mal ganz schnell sehr teuer werden.

Man sagt zwar immer über Geld redet man nicht, aber ich kann euch gerne mal eine Aufstellung monatlich laufender Kosten geben:

  • Stallmiete (282 €)
  • Futter, alle 2 Monate (21 €) & Mineralfutter, dass bei mir aber relativ lange hält (25 €)
  • Hufschmied (Juna ist Barhufer 50€)
  • Versicherung (jährlich zurzeit noch 171,36 €)
  • Tierarzt ist sehr variabel je nach dem wie anfällig euer Pferd so ist.
Feli und Juna
Feli und Juna

4. Welche Haltungsform ist die richtige?

Zuerst würde ich überlegen wohin ich mein Pferd stellen möchte und mich im Umkreis informieren wie hoch die Stallmieten sind. Auch die Haltungsform sollte überlegt werden. Wollt ihr in einen Selbstversorgerstall oder in Vollpension. Soll euer Pferd 24/7 in der Box oder auf Koppel stehen, bzw. wie bei mir, eine Mischform aus Koppel und Box? Die Stallmieten sind von Stadt zu Stadt unterschiedlich und natürlich gibt es nach oben kaum Grenzen. J Ich denke je nach Haltungsform ist alles von 100 – 300 € ein guter Preis. Ich selbst stehe mit meiner Stute in einem Stall mit Vollpension und Sie kann, vorausgesetzt sie hat sich nicht wie zurzeit verletzt, tagsüber auf die Koppel und steht nur nachts in der Box. Wir haben ein Reitzelt, einen Reitplatz und müssen uns, um nichts wirklich selbst kümmern.

5. Welche Versicherung brauche ich für ein Pferd?

Wenn das mit dem Stall alles geklärt ist geht es an die Frage welche Versicherung ihr für euer Pferd wählen wollt. Empfohlen wird grundsätzlich immer eine Pferde-Haftpflichtversicherung. Ich selbst habe bisher auch nur diese bei der Uelzener-Versicherung und hier die höchste Stufe ohne Selbstbeteiligung. Da ich, falls mein Pferd mal Schaden anrichtet, voll abgesichert sein möchte. Bald kommt bei mir aber auch noch eine Pferde-OP-Versicherung dazu. Da gerade die Operationen bei Pferden sehr teuer sein können und nicht jeder mal so eben ein paar Tausend Euro zur Verfügung hat. Grundsätzlich gilt hier aber, dass man einfach schauen sollte was für einen selbst am besten passt. Ich bin so oder so der Meinung das man auf jeden Fall jeden Monat einen gewissen Betrag für evtl. Tierarztkosten beiseitelegen sollte, damit man im Fall einer Krankheit einen gewissen Puffer zur Verfügung hat.

6. Fazit: Macht das Beste aus dem, was ihr habt!

Schlussendlich muss ich sagen, dass man sich die Anschaffung eines Pferds genau überlegen sollte. Hier ist natürlich auch die Frage, ob man noch bei den Eltern wohnt und diese einen finanziell beim Pferd unterstützen oder ob man schon eine eigene Wohnung hat und man die Finanzen für sich selbst genau überblicken muss. Man kann natürlich auch nach Angeboten schauen wo man ein Pferd zur Verfügung gestellt bekommt und die Hauptkosten bzw. die Hauptverantwortung bei dem eigentlichen Besitzer liegen. Für mich wäre dies persönlich aber nichts. Ich war froh als ich dann endlich mein erstes eigenes Pferd hatte und ich ab dem Zeitpunkt alle Entscheidungen alleine treffen konnte und niemanden mehr Rechenschaft über das was ich mit dem Pferd mache ablegen musste.

Ich hoffe euch hat der Beitrag einen kleinen Überblick gegeben was man evtl. so alles beachten oder bedenken sollte und ich hoffe für jeden von euch, dass Ihr das Beste aus dem macht was ihr habt. Ob dies nun bedeutet euch ein eigenes Pferd anzuschaffen oder erstmal weiter eine Reitbeteiligung zu haben, muss jeder für sich selbst entscheiden.


Vielen Dank für deinen Beitrag, liebe Feli!

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